Eine Geschichte zu Alban Elfed

Anna Oakflower • 20. September 2024

Die Welt in Balance oder Herbsttag und Nachtgleiche im großen Wald. 

Oh ja! Der Kuchen war super geworden, nicht einfach gut, nein super! Es hatte sich gelohnt, den weiten Weg in den Obstgarten beim alten Schloss zu gehen. Nur dort gab es diesen speziellen Pflaumenbaum. Meistens, wenn Frau Pflaumensucherin sich auf den Weg machte, um dort vorbeizuschauen, war diese spezielle Sorte Pflaumen noch nicht reif oder aber schon geerntet und gegessen. Aber in seltenen Jahren hatte sie Glück. Dieses Jahr war eines dieser Jahre, in denen sie mit vollen Händen nach Hause kam, ihr besonderes Kuchenrezept herauskramte, das was reserviert war für die besonderen Jahre und loslegte. 
Frau Pflaumensucherin war eine gesittete Dachsfrau im besten Alter, wie man das so schön nannte, wenn der zweite Frühling an einem vorbeizog. Sie wohnte im Wald mit der alten Eiche, unter der jedes Jahr zu Mittsommer ein Riesenfest mit allen Waldbewohnern gefeiert wurde. Das Fest war schon lange vorbei und der Herbst stand vor der Tür. Es war Zeit die besten und leckersten Kuchen zu backen. Einige würden sie wohl langweilig nennen, sie hütete Kuchenrezepte - zuggegeben die besten weit und breit - aber Abenteuer erlebte sie nicht. Das überliess sie den anderen Dachsen. Abenteuer waren, in ihren Augen, sehr gefährlich. 
Aber dieser Herbst sollte ihr ein besonderes Abenteuer bescheren. Frau Pflaumensucherin hatte auf dem Rückweg vom alten Schloß im Wald etwas überhört. Und das bereitete ihr Kopfzerbrechen. Also machte sie sich auf den Weg zu ihrer Nichte Meldis, diese war mit Arävin zur Schule gegangen und sie wusste alles über Abenteuer und die Welt ausserhalb des großen Waldes. Sie brachte von ihrem Kuchen mit und hoffte von dem leckeren Tee bei Meldis zu bekommen. Natürlich war nicht nur Meldis da, immerhin war es Nachmittag und jeder traf sich auf einen Tee bei Familie Dachs. 
Geschickt fragte sie die anderen aus, ob sie vielleicht auch Gerüchte gehört hätten, dass die alte Eiche gefällt werden solle und von wem? Und viel wichtiger, wer könne das verhindern? Aber alle waren empört, konnten sich nicht vorstellen, dass ihre alte Eiche gefällt werden sollte, und taten ihre Fragen als Schwarzmalerei ab. Sie seufzte innerlich. Sie hatte gehofft, dass jemand davon wusste. Also änderte sie ihre Taktik und fragte nach dem Verkäufer der magischen Fläschchen. Arävin, der große Abenteurer hatte von ihm erzählt und was seine magischen Gebräue alles konnten. So eine Flasche bräuchte sie, dachte sie. Aber keiner konnte sich an die Geschichten über einen magischen Händler erinnern. Als sie sich von Meldis verabschiedete, versuchte sie es nochmal, aber auch Meldis konnte sich an keine Geschichten erinnern. 

Frau Pflaumensucherin war nicht glücklich an diesem Samstag. Der Tag, an dem die Eiche gefällt werden sollte, kam immer näher. Die Wesen, die sie überhört hatte, hatten gesagt, wenn Tag und Nacht gleich lang sind, dann müssen sie die Eiche fällen und dann würde der ganze Wald ihnen gehören. Wer könnte bloß helfen, und wieso glaubte ihr denn niemand. Verzweifelt ging sie zu Bett. Am nächsten Morgen wusste sie, was sie zu tun hatte. Sie packte Proviant ein und macht sich auf den Weg. Irgendwo würde dieser fahrende Händler ja zu finden sein. Was hatte Arävin bloß über ihn erzählt? Sie konnte sich nicht an alles erinnern. Sie ging weiter, als sie je gegangen war und folgte einfach ihrer Nase. So machte es auch Arävin, sie betete, dass sie dem fahrenden Händler begegnen würde. Arävin hatte gesagt, dass er immer einfach so auftauchte, wenn man nicht mehr mit ihm rechnete. Manchmal verließ sie der Mut, aber dann dachte sie wieder an die alte Eiche, und wieviel Spaß sie im Wald alle zusammen hatten. Niemand durfte diese Eiche fällen! Das ließ sie immer wieder Kraft schöpfen.

Wie sie so vor sich hinging, immer der Nase nach, bemerkte sie, wie die Atmosphäre sich um sie veränderte. Das Moos schien grüner zu sein und zu glitzern. Frau Pflaumensucherin schaute um sich und zwinkerte mit ihren kurzsichtigen Augen um sich herum. Es war, als ob Sterne um sie tanzten. Und da, hinter einem moosbewachsenen Grenzmarker saß eine graue langhaarige Katze und schaute Frau Pflaumensucherin durchdringend an.

„Verkaufst du die bunten Fläschchen mit dem magischen Gebräu?“ – Die Katze starrte sie nur weiterhin an. Die Sterne funkelten und glühten und die verschiedenen Moose und Farne schienen in allen Farben zu schimmern. Frau Pflaumensucherin atmete tief ein und aus. Manchmal musste man den Leben einfach vertrauen. Sie gab ihre Bestellung auf und erklärte der Katze, was sie brauchte. Als Bezahlung gab sie von ihrem besonderen Pflaumenkuchen und hoffte, dass dies reichte. Die Katze probierte von dem Kuchen und dann tat es einen Knall und eine bunte Staubwolke vernebelte alles. Als sich der Staub gelegt hatte, war die Katze und der Glitter verschwunden. Die Luft fühlte sich nicht mehr besonders an, und da im Moos vor ihr lag ein Fläschchen mit einem blauen Pulver und einer Bedienungsanleitung. Oh wow! Ihr fiel ein Stein vom Herzen. Sie war hoffentlich einen Riesenschritt weiter, die Eiche zu retten.

Sie kannte die Quelle aus der sie das Wasser schöpfen sollte, um es mit dem Pulver zu vermischen. Schnell machte sie sich auf den Weg zurück, am alten Schloß aber bog sie ab und ließ den verfallenen Schuppen hinter sich. Und ging immer weiter und weiter. Nach einer langen Zeit kam sie an die Quelle bei den Haselnüssen. Sie las nochmal die Bedienungsanleitung, aber da stand nur Wasser aus dieser Quelle. Irgendwie fühlte sich das nicht richtig an. Irgendwie braucht es doch mehr, so einfach konnte es nicht sein.

Zu Sonnenaufgang, als die Strahlen auf das Wasser fielen, fasste sie sich ein Herz und füllte die Flasche mit dem Wasser, da wo die Strahlen das Wasser glitzern ließen. Als das Wasser auf das blaue Pulver traf fing es an zu brodeln und zu schäumen. Und dann zersprang die Flasche. Vor Schreck fiel Frau Pflaumensucherin um. Als sie sich umblickte, stand eine durchscheinende Frau vor ihr, wie ein Geist, oder eine Elfe? Sie war sich nicht sicher. Die Gestalt fragte sie, was denn Frau Pflaumensucherin wolle. Da erzählte sie von dem Gespräch, dass sie belauscht hatte, dass die Eiche zu Tag und Nachtgleiche gefällt werden solle und ihr niemand glauben schenkte. Die Gestalt schien sich aus dem Nebel zu lösen und greifbar zu werden, je länger Frau Pflaumensucherin sprach.

Die Nebelfrau – oder war sie aus Wasser? – hörte ihr aufmerksam zu. Dann zeigte sie auf etwas unter dem Haselstrauch. Frau Pflaumensucherin ging näher und fand einen alten Eimer aus Holz und eine Schöpfkelle aus Haselholz. Die Nebelfrau bedeutete ihr Wasser aus der Quelle des Sees zu schöpfen. Sie solle die Eiche damit gießen, morgens zu Sonnenaufgang der Herbsttag- und Nachtgleiche, dann könne ihr kein Wesen etwas anhaben.

Frau Pflaumensucherin schöpfte nicht nur Wasser, sondern auch Mut, dass die Eiche im Wald auch nächstes Jahr noch stehen würde und sie alle darunter feiern könnten. Sie machte sich mit dem Eimer voll Wasser und der Schöpfkelle auf den Weg und als am nächsten Tag die Sonne aufging, da schöpfte sie von dem Eimer und versprengte das Wasser um die Eiche. Schnell brachte sie Eimer und Kelle zurück. Als sie dann um die Mittagszeit wieder zur Eiche ging, um zu beobachten, was geschehen würde, da wurde es dunkel im Wald, ein schrecklich riechender dunkler Rauch zog durch den Wald und zur Eiche. Aber der Rauch kam nicht an die Eiche ran. Es war als ob ein Schutzkreis aus funkelndem Licht die Eiche beschützte. Es heulte gar schrecklich aus dem Rauch, und Äxte versuchten den Schutzkreis zu durchbrechen. Aber alles prallte ab. Frau Pflaumensucherin hielt den Atem an und wusste so gar nicht was sie tun sollte. Da hörte man in weiter Ferne die Glocken vom Schloss schlagen, 12 Mal. Es war genau die Hälfte des Tages. Die Eiche stand noch, der schwarze Rauch jaulte auf und löste sich auf und dann war alles still. Kein Tier war zu hören, kein Vogel sang, kein Mäuschen raschelte zwischen den Blättern, kein Wind bewegte die Zweige. Es war unheimlich still – doch dann bewegte sich die Eiche, es war, als ob sie vor Freude tanzte und die Äste in die Luft warf.

Frau Pflaumensucherin wurde von Dankbarkeit erfüllt. Sie hatte es geschafft. Sie hatte ihr erstes großes Abenteuer bestanden.  Würde ihr je jemand zuhören und glauben, wenn sie von diesem Abenteuer erzählen würde? Wenn sich schon niemand an den Händler mit den magischen Fläschchen erinnern konnte, wer würde ihr die Nebelfrau glauben? Vielleicht war es besser, dass alles für sich zu behalten, und sich einfach daran zu freuen, dass sie nächstes Jahr wieder alle unter der Eiche ein Fest feiern können. Vielleicht könnte sie sogar ein neues Kuchenrezept für das Fest ausprobieren! 

von Anam Cara 22. März 2026
Lorsque je suis arrivé à Herbstein, j’ai eu l’impression que cet endroit m’accueillait comme une vieille amie. Dès mes premiers pas, une familiarité tranquille flottait dans l’air – presque comme si le sol lui-même reconnaissait mes pas. Je me suis plongé dans le charme hivernal et sombre de cette région, où le silence parle son propre langage et où chaque respiration me relie plus profondément à la terre. Au-dessus de moi, des grimpereaux, des mésanges et des moineaux chantaient – leurs voix étaient un doux salut du printemps à venir. Des écureuils s'affairaient entre les branches, et alors que l'obscurité enveloppait le jour, le cri d'une chouette m'a procuré un sentiment de calme et de sécurité. Cette nuit-là, un ciel d'une rare clarté s'est ouvert au-dessus du village de vacances. Les constellations semblaient me murmurer des histoires, et je sentais mes pensées s’envoler au loin – au-delà des forêts, vers des aspirations et des objectifs enfouis au plus profond de moi. Sous ce firmament scintillant, chaque mot, chaque sourire et chaque pensée semblait prendre tout son sens. Je sentais que tout ce qui est visible n’est qu’une partie d’un tissu plus vaste qui nous relie les uns aux autres. Ce tissu – aussi fin que la lumière dans la rosée du matin, aussi solide que les racines des vieux arbres – est devenu pour moi le symbole de notre thème : « Weaving the Web ». Je pouvais littéralement sentir comment les idées, les actions et les rencontres s’entremêlent pour former un réseau vivant : l’homme et la nature, le passé et l’avenir, le rêve et l’action. Chaque fil que nous tissons ensemble,apporte sa propre touche d'éclat à l'ensemble. Dans le sol gelé, j’ai déchiffré les traces du gibier – de discrets récits de la vie nocturne invisible, qui continue de suivre son cours dans un ordre silencieux. La rivière, sauvage et indomptable, délimitait un espace où la nature et l’homme peuvent respirer côte à côte. Je me suis laissée porter entre bosquets, sentiers enchantés et clairières ouvertes – des lieux qui invitent à s’attarder, à rêver et à écouter. Une énergie particulière et lumineuse imprégnait cet endroit. Je la sentais dans le vent, dans les branches, dans la mousse sous mes pieds. C'était comme si les gardiens de cette terre nous observaient d'un regard bienveillant – comme s'ils voulaient dire : « Vous êtes les bienvenus. » À la fin de notre cercle, un renard est apparu. Silencieux, vigilant, majestueux. Pour moi, il était un messager entre les mondes – l'animal totem de notre cercle, qui nous protégeait et me confirmait que nous étions sur la bonne voie. C’est ainsi que ce week-end de préparation à Herbstein m’a fait ses adieux, comme une compagne qui me chuchote : « Continue. » Je suis revenue en tant que membre d’une communauté qui relie le visible au mystérieux – avec en moi une étincelle porteuse d’idées, de confiance et de la certitude que chaque pas, aussi petit soit-il, fait partie d’un grand chemin commun. Anam Cara photo: Anna Oakflower
von Anam Cara 22. März 2026
When I arrived in Herbstein, it felt as though the place was welcoming me like an old friend. From the very first step, there was a quiet familiarity in the air – almost as if the ground itself recognised my footsteps. I immersed myself in the wintry, sombre charm of this land, where silence speaks its own language and every breath connects me more deeply with the earth. Above me, tree creepers, titmice and sparrows called out – their voices a quiet greeting of the coming spring. Squirrels scurried busily between the branches, and as darkness enveloped the day, the call of a tawny owl gave me a sense of peace and security. That night, a sky of rare clarity opened up above the holiday village. The constellations seemed to whisper stories to me, and I felt my thoughts drifting far away – beyond the forests, towards longings and goals that lie deep within me. Beneath this sparkling firmament, every word, every smile and every thought felt meaningful. I sensed that everything visible is merely part of a greater fabric that connects us all. This web – as delicate as the light in the morning dew, as strong as the roots of ancient trees – became for me a symbol of our theme: ‘Weaving the Web’. I could literally feel ideas, actions and encounters weaving themselves into a living web: humanity and nature, past and future, dream and deed. Every thread we spin together brings its own radiance to the whole. In the frozen ground, I read the tracks of the wildlife – quiet tales of the invisible life of the night, which continues to unfold in its silent order. The river, wild and unyielding, defined a space where nature and humanity are allowed to breathe side by side. I let myself drift amongst groves of trees, enchanted paths and open glades – places that invite one to linger, dream and listen. A peculiar, luminous energy permeated this place. I felt it in the wind, in the branches, in the moss beneath my feet. It was as though the guardians of this land were watching over us with a benevolent gaze – as if to say: “You are welcome.” As our circle drew to a close, a fox appeared. Quiet, alert, dignified. To me, it was a messenger between worlds – the spirit animal of our circle, protecting us and confirming to me that we are on the right path. And so this planning weekend in Herbstein bid me farewell like a companion whispering to me: “Keep going.” I returned as part of a community that connects the visible with the mysterious – with a spark within me that carries ideas, confidence and the knowledge that every step, however small, is part of a great shared journey. Anam Cara pictures: Anna Oakflower
von Tina Igelbrink 21. März 2026
Bärlauch Pflanzen Jahreskreis
von Anam Cara 17. März 2026
vAls ich in Herbstein ankam, fühlte es sich an, als würde mich der Ort wie eine alte Freundin empfangen. Schon beim ersten Schritt lag eine stille Vertrautheit in der Luft – fast so, als erkenne der Boden selbst meine Schritte. Ich tauchte ein in den winterlich-düsteren Charme dieses Landes, wo die Stille ihre eigene Sprache spricht und jeder Atemzug mich tiefer mit der Erde verbindet. Über mir riefen Baumläufer, Meisen und Spatzen – ihre Stimmen ein leiser Gruß des kommenden Frühlings. Eichhörnchen huschten geschäftig zwischen den Zweigen, und als die Dunkelheit den Tag umhüllte, schenkte mir der Ruf eines Waldkauzes ein Gefühl von Ruhe und Geborgenheit. In jener Nacht öffnete sich über dem Feriendorf ein Himmel von seltener Klarheit. Die Sternbilder schienen mir Geschichten zuzuflüstern, und ich spürte, wie meine Gedanken weit hinausdrifteten – über die Wälder hinweg, hin zu Sehnsüchten und Zielen, die tief in mir liegen. Unter diesem funkelnden Firmament fühlte sich jedes Wort, jedes Lächeln und jeder Gedanke bedeutungsvoll an. Ich spürte, dass alles Sichtbare nur Teil eines größeren Gewebes ist, das uns miteinander verbindet. Dieses Gewebe – fein wie das Licht im Morgentau, stark wie die Wurzeln alter Bäume – wurde für mich zum Sinnbild unseres Themas: „Weaving the Web“. Ich konnte förmlich fühlen, wie sich Ideen, Handlungen und Begegnungen zu einem lebendigen Netz verweben: Mensch und Natur, Vergangenheit und Zukunft, Traum und Tat. Jeder Faden, den wir gemeinsam spinnen, trägt seinen eigenen Glanz in das Ganze. Im gefrorenen Boden las ich die Spuren des Wildes – leise Erzählungen vom unsichtbaren Leben der Nacht, das in seiner stillen Ordnung weiterwirkt. Der Fluss, wild und unbeugsam, begrenzte dabei einen Raum, in dem Natur und Mensch nebeneinander atmen dürfen. Ich ließ mich treiben zwischen Baumgruppen, verwunschenen Pfaden und offenen Lichtungen – Orte, die zum Verweilen, Träumen und Lauschen einladen. Eine eigentümliche, helle Energie durchzog diesen Ort. Ich spürte sie im Wind, in den Ästen, im Moos unter meinen Füßen. Es war, als beobachteten uns die Hüter dieses Landes mit einem wohlwollenden Blick – als wollten sie sagen: „Ihr seid willkommen.“ Beim Abschluss unseres Kreises erschien ein Fuchs. Leise, wachsam, würdevoll. Für mich war er ein Bote zwischen den Welten – das Krafttier unseres Kreises, das uns schützte und mir bestätigte, dass wir auf dem richtigen Weg sind. So verabschiedete mich dieses Planungswochenende in Herbstein wie eine Gefährtin, die mir zuflüstert: „Geh weiter.“ Ich kehrte zurück als Teil einer Gemeinschaft, die das sichtbare mit dem geheimnisvollen verbindet – mit einem Funken in mir, der Ideen, Zuversicht und das Wissen trägt, dass jeder noch so kleine Schritt Teil eines großen gemeinsamen Weges ist. Anam Cara
imbolc
von Tina Igelbrink 1. Februar 2026
imbolc - pflanzen zum Jahreskreisfest
von Tina Hollerspinne 20. Dezember 2025
Man spürt schon, dass etwas in der Luft liegt. Es ist kalt und dunkel. Man möchte sich am Liebsten Zuhause einmummeln mit einem Gewürztee und wenn man hat: An einer Feuerstelle. Das moderne Leben sieht jedoch meist ganz anders aus. Dabei wäre es gerade jetzt zurzeit des Rückzugs der Natur wichtig, selbst auch zur Ruhe zu kommen. Damit das im stressigen Alltag mit Familie, Arbeit und geschäftigem Treiben möglich ist, muss man erstmal wissen, was man eigentlich gerade braucht. Oft ist es gar nicht so viel…. Einfach mal nur atmen, langsam, ein und aus, ... und dann spüren, was höre ich? Was fühle ich? Was rieche ich? Was sehe ich? Kann ich was schmecken? Und dann weiterfragen: Wie geht es mir gerade? Wo drückt gerade der Schuh? Was beschäftigt mich gerade? Was möchte ich jetzt in diesem Moment tun? Was brauche ich jetzt gerade? Das muss gar nicht viel groß und wundervoll sein…. Bei mir ist es oft einfach nur ein kurzes Durchatmen, das mir hilft mich in dieser Zeit nicht selbst zu verlieren. Oder das Radio und die Musik, das Geplapper der Welt ausschalten. Die Gewürze beim Backen mal intensiv wahrnehmen. Manchmal brauche ich mehr: Eine Tasse warmen Tee und eine leuchtende Kerze. Diese kleinen Auszeiten können so viel Kraft schenken.
von Tina I. 3. Dezember 2025
Endlich war es wieder so weit: Ein Treffen von Druiden in entspannter Umgebung. Für den Ritualworkshop II von Matt McCabe und Anna Oakflower Ende November 2025 machten sich Druiden aus alles Himmelsrichtungen auf, um sich im ruhigen bayrischen Örtchen namens Voitmannsdorf auf dem Avena-Hof zu versammeln, um gemeinsam Rituale zu gestalten. Als wir am Freitagabend ankamen, herrschte ein wirbeliges Treiben bis sich alle gegenseitig begrüßt und herzlich umarmt hatten, so als hätte man sich vor Jahren das letzte Mal gesehen. Wunderbar. Noch bevor zum Abendessen gerufen wurde, versammelten wir uns im Seminarraum, der mit einer schönen Mitte gestaltet war. Diese ließ schon darauf schließen, was uns in den nächsten Tagen beschäftigen sollte Es ging darum, die drei keltischen Reiche Himmel, Land und Meer mit allen Sinnen zu erleben und sie in einem Ritual für alle erfahrbar zu machen. Keine so leichte Aufgabe wie man zunächst glaubt. Die Aufregung wurde zunächst groß, als das erneute betreten des Seminarraums von den beiden Kursleitern besonders berührend und mit bedecktem Haupt von statten ging. Umso fokussierter und ruhiger war es nach dem Ritual dann im Raum, erfüllt von den geflüsterten Worten und der besonderen Stimmung. Nach einer Vorstellungsrunde, in der der Fokus auf die Verbindung zum eigenen Wohnort lag, ging es zum Essen, wo man sich weiter austauschen konnte. Mit wunderbarem Essen im Magen und vielen neuen Geschichten im Ohr ging es noch einmal in den Seminarraum für weitere Aufgaben. So ging ein langer Tag zu Ende.
von Siul 1. November 2025
1. Eine moderne Geschichte: Die Nacht des Übergangs Der Nebel kam früh an diesem Tag. Schon am Nachmittag legte er sich über die Hügel der Buckligen Welt, wie ein stilles Meer aus silbrigem Atem. Die Sonne schien müde, und die Erde roch nach feuchtem Laub und Rauch. Bria zog den Mantel enger um sich und stieg den alten Hohlweg hinauf, der zum Waldrand führte. In ihrer Hand trug sie eine kleine Laterne, in der das Licht flackerte – nicht stark, aber beständig. Seit Kindheitstagen kannte sie diesen Weg. Früher war sie mit ihrem Großvater hier gewesen, um „die Ahnen zu grüßen“, wie er es nannte. Damals hatte sie es nicht verstanden – warum man in der Dunkelheit hinausgeht, wenn alle anderen sich ins Warme zurückziehen. Heute wusste sie es besser. Es war der Abend von Samhain, der Nacht, in der die Schleier dünn werden. In der man die Stimmen hört, die sonst im Wind verwehen. In der man sich erinnert, woher man kommt – und was man loslassen darf. Bria stellte die Laterne am Waldrand ab. Der Wind trug das Rascheln der Buchenblätter zu ihr, das ferne Rufen eines Käuzchens, das Schnaufen des Bodens, der sich unter der Kälte spannte. Sie nahm einen kleinen Stein aus der Tasche – glatt und rund, ein Stück Bergkristall, das sie tagsüber am Bach gefunden hatte. Er fühlte sich kühl an, doch zugleich lebendig, als würde er die Schwingung des Ortes in sich tragen. „Für das, was war“, flüsterte sie, und legte den Stein ins Moos. Dann zog sie ein zweites kleines Stück hervor: ein Federchen, das sie auf dem Dachboden gefunden hatte, zwischen alten Spindeln und vergilbten Leinen – eine Gänsefeder. Sie erinnerte sie an ihre Großmutter, die einst in den Rauhnächten Geschichten von der Percht erzählt hatte, der Weißen Frau, die mit den Wildgänsen zieht und die Spinnerinnen prüft. „Für das, was kommen darf“, sagte Bria und legte die Feder neben den Stein. Für einen Moment geschah nichts. Nur der Nebel bewegte sich, fließend und lebendig, als atme der Wald selbst. Dann aber glaubte sie, eine Bewegung zu sehen – nicht vor, sondern im Nebel. Ein Schemen, eine Silhouette. Ein Gesicht, das aus Licht und Schatten gewebt war. Bria erschrak nicht. Etwas in ihr erkannte diese Gestalt, lange bevor der Verstand es konnte. Die Frau im Nebel trug ein weißes Gewand, das wie Frost glitzerte, und in ihren Händen eine Spindel, auf der das Licht selbst gesponnen schien. Ihre Augen blickten tief, so alt wie das Land, und doch voller Güte. „Perchta …“ flüsterte Bria, kaum hörbar. Die Gestalt neigte den Kopf, fast wie im Gruß. Dann sprach sie – nicht mit Worten, sondern mit einem Klang, der im Innersten vibrierte: „Du gehst, wo zwei Welten sich berühren. Vergiss nicht: Das Ende ist der Anfang, und Dunkelheit ist nur das Kleid des Lichts.“ Ein leiser Wind erhob sich, trug den Nebel fort – und die Gestalt war verschwunden. Nur die Laterne flackerte weiter. Bria blieb noch lange dort stehen, bis der Mond sich zeigte – ein fahles, rundes Auge über den Hügeln. Sie wusste, dass dies kein Traum gewesen war. Samhain hatte ihr die Schwelle geöffnet, und Perchta war hindurchgetreten – als Zeichen, als Erinnerung, als Segen.
von Anna Oakflower 30. Oktober 2025
Die Geschichte von Ceridwen und dem Kessel Geschichten wollen erzählt werden. Und so haben wir dieses Mal eine erzählte Geschichte für dich. Sie ist den OBOD Barden wohl bekannt, und was für ein besonderer Zeitpunkt zu Samhain die Geschichte von Cerridwen und dem Kessel zu veröffentlichen. Hier ist die Version zum Lesen, wahrscheinlich nicht ganz identisch mit der erzählten Version, denn Geschichten leben und verändern sich. Du kannst dir die Geschichte auch anhören auf youtube: https://youtu.be/ilNjI865d_0 Aber hier nun die Geschichte zum lesen: In den Bergen von Wales, die Snowdonia genannt werden, liegt eine besondere Stadt. Sie wird bewacht von Felsen und Adlern. Ihr Name: Dinas Affaraon. Dort hoch oben zwischen den Kristalltürmen der Stadt, leben die Pheryllt, druidische Alchemisten, und praktizieren die Künste der druidischen Magie – sie erforschen die Tiefen des Ozeans, das Herz der Erde, andere Zeiten und Galaxien. Sie wissen auch, wie man das Awen braut, den Kessel des leuchtenden Wissen, von dem drei Tropfen Erleuchtung bringen können. Und abends erwärmen sich die Pheryllts die Herzen mit den Geschichten und Liedern der Barden und tagsüber werden sie gestärkt mit den Kräutern und Ölen der Ovaten, der Heiler der Druiden. Nicht weit von Snowdonia liegt ein See. Lake Bala, wie er auch genannt wird. An diesem See wohnte ein Edelmann mit seiner Edeldame. Die Dame war niemand anderes als die Göttin Ceridwen. Sie hatte fließendes rotes Haar, blaue Augen und eine schöne Figur und mit ihrem Wissen rief sie bei manchem Bewunderung hervor, andere hatten eher Angst vor ihr. Zusammen hatten sie 2 Kinder, eine Tochter, Creirwy, diese war wunderschön und lieblich anzusehen. Der Sohn Morfran, Seerabe, aber war entstellt und nicht einfach anzuschauen. So wurde er auch Afagddu, völlige Dunkelheit, genannt. Ceridwen war fest entschlossen, dass ihr Sohn inspiriert und der beste Berater sein sollte, wenn er schon nicht hübsch anzusehen war. Sie hatte gehört von dem Gebräu des AWEN der Pheryllt in Dinas Affaraon und wusste, dass es ihrem Sohn helfen würde. Und so machte sie sich mit ihrem Pferd auf den Weg in die hohen Berge, zu der Stadt der Kristalltürme. Sie klopfte an das große eiserne Tor und eine dunkelhaarige Frau mit sanften grauen Augen öffnete ihr und führte sie ohne Worte ins Herz der Stadt. Dort traf sie auf den Rat der Pheryllt, zudem sowohl Männer als auch Frauen gehörten. Sie hörten sich ihren Wunsch an und schließlich stimmten sie ihrem Begehr zu. Sie wurde in die Bibliothek geführt und der Hüter der Manuskripte öffnete ihr das Buch der Pheryllt, auf dessen Seiten fand Ceridwen die Formel für die Schaffung des Awen. Sie durfte die Formel abschreiben und wurde von der Torwächterin wieder vor die Stadttore geleitet. Auf ihrem Pferd ritt sie zurück zu ihrem Schloß und versicherte sich, dass es ihren Kindern gut ging. Danach machte sie sich sogleich an die Vorbereitungen für das Gebräu der Erleuchtung. Eine Anweisung war, einen Kessel vorzubereiten mit frischem Wasser. In diesen Kessel sollte sie Kräuter und Wurzeln sammeln, manche am Tag gesammelt, andere zur Nacht. Manche, wenn der Mond hell am scheint, andere wenn die Sterne am Himmel sichtbar sind, andere wiederum zum Aufgang der Sonne, oder zu ihrem Niedergang. All das für ein Jahr und einen Tag in einem großen Eisenkessel rühren. Ceridwen verließ ihr zu Hause beim Schein des Vollmonds und ging an den See. Vor ihr lag das Wasser des Sees und dahinter zeichneten sich die hohen Berge ab. Sie erhob ihre Hände und bat darum, dass ihre Vision, ihr Wunsch wahr werden würde. Nachdem sie ihren Zauber gewebt hatte, ging sie zum Schmied und bestellte einen breiten und tiefen Kessel, der zu der Hütte am See geliefert werden sollte. Sie überlegte gerade, wie sie für ein Jahr und einen Tag das Feuer hüten sollte, da begegnete ihr ein alter blinder Mann, geführt von einem Jungen. Sein Name war Morda – Meeresvater. Er hatte jahrelang im Wald als Köhler gearbeitet und so bot Ceridwen ihm und dem Jungen ein Dach über den Kopf und essen für ein Jahr und einen Tag, wenn die beiden für sie das Feuer hüten würden. Morda und Gwion Bach stimmten zu und so zogen sie in die Hütte ein. Nach ein paar Tagen wurde der Kessel geliefert und Ceridwen eilte, um Wasser zu holen. Währenddessen bereitete Morda und Gwion Bach das Feuer vor. Das Jahr verging. Sommer wurde zu Herbst und Herbst zu Winter. Es wurde ein kalter Winter und Morda und Gwion saßen zusammen am Feuer und vertieben sich die Zeit mit Geschichten. Und dann wurde es Frühling. Ceridwen kam jeden Tag vorbei, zu den unterschiedlichsten Zeiten und gab ihre Kräuter und Wurzeln in den Kessel und sprach ihre magischen Wörter über das Gebräu. Und so wurde es Sommer und bald war ein Jahr vergangen. Morda spürte, dass das Feuer am ausgehen war und trug Gwion auf, nochmal ein Scheit nachzulegen. Und da geschah es, der Kessel brodelte über und 3 Spritzer trafen auf den Daumen von Gwion, der diesen schnell in den Mund steckte, um den Schmerz zu kühlen. In diesem Moment passierte einiges zur gleichen Zeit. Der Kessel zischte und schrie und splitterte entzwei, das übrige Gebräu floss zum Lake Bala und vergiftete das umliegende Land. Das Gras wurde schwarz und die Pferde von Garanhir, die dort grasten starben. Gleichzeitig in diesem Moment wusste Gwion Bach alles. Er wußte, dass Ceridwen auf dem Weg war und dass sie vor Wut ihn töten würde. Und so rannte er los um zu fliehen. Ceridwen kam in der Hütte an und sah was geschehen war. All ihre Arbeit für ihren Sohn war umsonst gewesen. Sie wurde richtig wütend und schlug Morda. Sie sah, wie Gwion Bach sich in einen Hasen verwandelte, um schneller vor ihr fliehen zu können. Und so verwandelte sie sich in einen Jagdhund und jagte ihm hinterher. Sie holte schnell auf und Gwion Bach wusste nicht wohin. Doch da sah er einen Fluss und sprang hinein und im Sprung verwandelte er sich in einen Fisch und schwamm durch die Stromschnellen immer weiter. Ceridwen sprang ihm hinterher und verwandelte sich in einen Otter und teilte das Wasser mit Schnelligkeit. Auch hier holte sie schnell auf. Doch gerade als sie zuschnappen wollte, sprang der Fisch hoch hinauf und verwandelte sich in einen kleinen Vogel, der immer höher flog. Ceridwen sammelte sich und auch sie sprang in die Lüfte und wurde zu einem Falken, der kleine Vögel jagen konnte. Und so nahm sie die Verfolgung wieder auf und kam wieder nahe an den kleinen Vogel heran. Gwion entdeckte unter sich eine Tenne mit frisch gedroschenem Korn und lies sich fallen, um sich in all dem Korn zu verstecken. Doch Ceridwen verwandelte sich in eine schwarze Henne und präzise pickte sie sich Gwion als Korn unter Körnern heraus. Sie hatte ihre Wut befriedigt und verwandelte sich wieder in ihre Gestalt. Doch wie das so ist, in Mythen, wenn eine Seele von einer Frau verschluckt wird, regt sich diese Seele und Ceridwen war schwanger. Als die Stunde der Geburt gekommen war, ging sie zum See und dort gebar sie einen Sohn. Sie brachte es nicht übers Herz ihn zu töten, wie sie es sich ursprünglich vorgenommen hatte und so packte sie ein Bündel und überließ das Kind dem See, dem Wasser und dem Schicksal. Das Bündel trieb sicher auf dem Wasser und gelangte zum Wehr von Garanhir. Garanhir vergab jedes Jahr einem anderen Mann die Rechte, das Wehr zu fischen. Es gab immer reichlich und guten Fang. Dieses Jahr durfte Elffin die Netze spannen. Doch es fand sich kein Fisch in seinen Netzen. Nur ein Bündel. Elffin öffnete das Bündel und verwundert sah er ein Baby vor sich mit blonden Haar. Er rief aus „ seht, eine leuchtende Stirn – Taliesin!“ – und zu seiner Verwunderung sprach das Baby: „Taliesin soll es sein!“ Elffin nahm das Kind mit nach Hause und zusammen mit seiner Frau sorgten sie für das Kind. Als Taliesin ein Junge von 13 Jahren war, reiste Elffin an den Hof des Königs Maelgwn. Dort erzählte er von seinem Sohn, der der beste Barde von allen war. Maelgwn nahm dies als Angriff war und ließ Elffin in den Kerker werden. Taliesin hörte davon und reiste an den Hofe Maelgwn und dort stellte er sein Talent unter Beweis und lähmte die Zungen der Barden. Er erkärte dem König, dass er Erster der Barden für Elffin ist und seine Heimat die Sommersterne sind. Und er rief einen mächtigen Sturm herauf, bis der König ein einsehen hatte und Elffin wieder freigab. Selbst Merlin hatte eins gesagt: „da ich Merlin, neben Teliesin nur zweiter bin, lasst meine Worte als Wahrheit gehört werden.“ Deshalb ist es für manche klar, dass der Geheime der Insel Merlins die Insel von Taliesin sei – Die Insel der Dichter und Träumer und derer die nach der Weisheit suchen. Die Geschichte von Ceridwen und dem Kessel, nacherzählt von Anna Oakflower Oktober 2025 ,
von Anna Forest Dweller 22. September 2025
Dialog Tag und Nacht N: sei gegrüßt Tag T: sei gegrüßt Nacht N: schön dich zu sehn, heute wo zwölf Stunden dir und zwölf Stunden mir gehören T: heute wo die Waage ausgeglichen ist, tanzen wir zusammen im Wandel des Jahresrads N: doch nur heute, denn ab Morgen halte ich das Zepter in der Hand, für das nächste halbe Jahr! T: Dunkler werden die Stunden, das Leben wird härter, darum danken wir heute der reichlichen Ernte, die uns tragen wird durch die kalten Zeiten. N: doch verleugne nicht die schönen Seiten der Dunkelheit. Die Stille in der wir Ruhe finden können und Geborgenheit. Nirgendwo lässt es sich so gut Träume weben, wie unterm Sternen Himmel. T: Doch um zu gedeihen braucht es Licht und Wärme und die schenke ich. N: wie war, doch ist es die Nacht, die völlige Dunkelheit die das Licht gebiert. T: so sehen wir es ein, wir gehören zusammen jeder eine Seite der gleichen Münze, schon immer und immer werden wir es sein. BEIDE: Zum Leben braucht es uns beide und so verneigen wir uns am Wendepunkt der Zeit, an dem die Waage gerade steht, heute zur Herbst Tag und Nachtgleiche Anna Forest Dweller